Tags

, , , , , , , ,

Jetzt, wo die Arbeiten an ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ abgeschlossen sind, werde ich die nächsten Monate in Duna verbringen. Zumindest geistig. Denn ich habe nun endlich alle übrigen Baustellen geschlossen, um mich ganz in die lange vor mir hergeschobene Überarbeitung des dritten Teils meiner Trilogie ’Die Bürde der schwarzen Magier III – Das Heiligtum von Yukai’ zu stürzen.

Nachdem ich um Weihnachten herum feststellen musste, dass ich die wenigen, noch fehlenden Kapitel vor einer gründlichen Überarbeitung von Anfang bis Ende nicht schreiben kann, hatte ich die Arbeiten daran vorübergehend auf Eis gelegt. Der Start der Überarbeitung war für Anfang Februar geplant, das Korrigieren des zweiten Teils der ’zwei Könige’ und meiner Akkarin-Story haben jedoch fast die kompletten ersten beiden Monate von 2015 in Anspruch genommen. Das ist einerseits ärgerlich, hat jedoch auch den Vorteil, dass ich bis zum Jahresende nicht mehr als den gelegentlichen Kleinkram daran machen muss.

Mit all seinen Intrigen und den komplizierten politischen Verhältnissen zwischen den Verbündeten Ländern, Sachaka und weiteren Völkern stellt ’Das Heiligtum von Yukai’ eine Herausforderung dar, die meine gesamte geistige Energie einfordert. Notizen und Memos helfen dabei nicht viel – ich muss die Atmosphäre der Story und die Charaktere fühlen und sie leben, um der von mir selbst geforderten Umsetzung gerecht zu werden. Inzwischen schreibe ich seit Mai 2013 an diesem ’Buch’, jedoch immer wieder von mehrmonatigen Phasen unterbrochen, in denen ich mich anderen Projekten rund um mein Black Magician Universum gewidmet habe. Allein das Korrekturlesen der ’zwei Könige’ hat fast ein halbes Jahr gedauert und ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ hat inklusive Überarbeitung ungefähr vier Monate in Anspruch genommen.

Beim ’Heiligtum von Yukai’ rechne ich mit drei bis vier Monaten bloßer Überarbeitungszeit und dann noch einmal ein knappes halbes Jahr fürs Korrekturlesen, nachdem ich die Story eine Weile habe ruhenlassen. Deswegen habe ich mich schweren Herzens entschieden, nicht am NaNo-Camp im April teilzunehmen und nicht wie geplant die Fortsetzung meiner Akkarin-Story, die bei mir unter dem Arbeitstitel ’Die Abenteuer des Hohen Lords’ läuft, zu schreiben, obwohl ich nach der Korrektur von ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ und einem Dark Knight DVD-Abend nicht übel Lust darauf hätte. In den verbleibenden vier Wochen bis zum April-Camp würde ich allenfalls ein Drittel der Überarbeitung schaffen und müsste mich anschließend wieder in die Story einlesen und die geistige Nähe zu den Charakteren aufbauen, die ich so dringend brauche, damit sie lebendig und authentisch sind und ich die Sicherheit habe, dass ihre Handlungen ihrer Persönlichkeit entsprechen. Damit meine ich übrigens weniger die bekannten Canoncharaktere, als zahlreiche Nebencharaktere und selbstgeschriebene Erzählcharaktere, die in diesem Buch auf ihre Weise für Ärger sorgen.

Aber es gibt noch einen anderen Grund, der gegen das Camp spricht. Der April ist in meiner Firma der stressigste Monat im gesamten Jahr und ich weiß aus den letzten beiden Jahren, dass solche Phasen mir nicht genug kreative Energie lassen, um abends noch zu schreiben oder um während der Mittagspause weit genug dafür runterzukommen. Korrekturlesen und das gelegentliche Ergänzen einzelner Szenen ist dagegen weitaus angenehmer. Es wäre wahrscheinlich möglich, wenn ich das wirklich wollte, aber ich würde gerne vermeiden, dass ich anschließend über Wochen ausgebrannt bin. Eine Wiederaufnahme der Überarbeitung würde das erschweren. Ich habe schon nach dem Juli-Camp im letzten Sommer gemerkt, dass dies mit Unlust und mangelnder Begeisterung verbunden ist, wodurch ich die Story zwangsläufig als schlecht und minderwertig empfinde. Ich habe den gesamten NaNoWriMo im November gebraucht, um mich davon zu befreien.

Mein Plan ist, die Überarbeitung des ’Heiligtums von Yukai’ bis zum diesjährigen Juli-Camp weitgehend abzuschließen. Es würde sich anbieten, dann die ’Abenteuer des Hohen Lords’ zu schreiben und anschließend mit meiner zweiten Trilogie zu starten, die ihrerseits noch einiges an Planung braucht, bevor ich mit dem Schreiben beginnen kann. An dieser werde ich voraussichtlich auch beim offiziellen NaNoWriMo im November schreiben, bevor ich das ’Heiligtum von Yukai’ ausdrucke und in den folgenden Monaten Korrekturlese.

So sehr ich mich auf das Camp im April gefreut hatte, so viel nimmt mir die Entscheidung gegen die Teilnahme auch von meinem inneren Druck. Zu viele offene Baustellen zu haben, tötet meine Kreativität und sämtliche Ideen für weitere Geschichten zur Gilde sind in Stichpunkten in einem Ordner namens ’Lady Soneas Häschenzucht’ festgehalten und können jederzeit geschrieben werden. Diese Entschleunigung tut mir überaus gut. Ich neige dazu, mir zu viel auf einmal aufzuhalsen, obwohl ich genau weiß, dass ich damit schnell überfordert bin und es für die Art von Geschichten, die ich schreibe, nicht gerade förderlich ist. Aus demselben Grund habe ich auch die Upload-Intervalle angepasst und auch das nimmt mir viel von dem Stress, den ich mir selbst mache.

Und ich muss zugeben, jetzt, wo das große Aufräumen vorbei ist und ich schon die ersten beiden Kapitel überarbeitet habe, kann ich wieder die nötige und langersehnte Begeisterung für diese Story aufbringen.

Advertisements