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Gleich mehrere Ereignisse haben dazu geführt, dass ich diese Woche neben dem Basteln an den erweiterten Karten mich der Verbesserung des Sachakanisch-Dictionaries gewidmet habe:

  1. Sowohl im 2. Teil von ’Die zwei Könige’ als auch ab dem nächsten Kapitel von ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ werden weitere Sätze und Begriffe eingeführt, die bis jetzt noch nicht im Dictionary aufgeführt waren. Diese werde ich nun sukzessive ergänzen bzw. habe sie schon teilweise ergänt.

  2. Zwei Leserinnen haben mich darauf aufmerksam gemacht, dass es lästig ist und den Lesefluss arg stört, wenn man bis ans Ende eines Kapitels scrollen muss, um die Übersetzungen zu finden. Tatsächlich hatte ich nicht bedacht, dass dies am PC schwieriger ist, als an einem Textdokument. Außerdem besteht dabei die Gefahr, sich selbst zu spoilern.

Für Letzteres boten sich mehrere Lösungsmöglichkeiten an, die nicht alle praktikabel sind.

  • Die Übersetzungen direkt hinter die sachakanischen Begriffe und Sätze schreiben: Natürlich will man als Leser die Übersetzung am liebsten sofort haben, aber optisch ist es einfach nicht schön.

  • Zu den in einer Szene fallenden Begriffen die Übersetzungen unter die Szene schreiben: Auch hier muss man gegebenenfalls scrollen und es besteht die Gefahr des Spoilerns. An sich aber keine schlechte Idee, wären meine Geschichten gedruckte Bücher, könnte man die Übersetzungen einfach in einer Fußzeile aufführen.

  • Die sachakanischen Begriffe verlinken.

Ich habe mich für die letztere Variante entschieden. Zwar sind Links in Geschichten verpönt, weil es kein guter Stil ist, aber ich glaube, dieses Phänomen bezieht sich eher darauf, dass manche FF-Autoren Schwierigkeiten mit Beschreibungen haben und stattdessen lieblos einen Link in die Geschichte klatschen (z.B. „Hermine trug an diesem Tag ein Kleid, das so aussieht: [Füge hier einen Link zu einem beliebigen Polyvore-Outfit ein]“). Sorry an dieser Stelle übrigens an Hermine, dass sie dafür herhalten muss.

Fremdsprachen in Geschichten sind immer ein schwieriges Thema und ich finde, dass weniger an dieser Stelle mehr ist. Ich gehe daher sparsam mit sachakanischen Wörtern und Sätzen um, zumal die Entwicklung der bisherigen Wörter und Grammatik meine rachaviya mi Sachaka-zocha vermutlich schon genug Nerven gekostet hat. Voraussetzung ist, dass der aktuelle Erzählcharakter selbst Sachakanisch als Fremdsprache betrachtet, weil es andernfalls keinen Sinn machen würde.

So setze ich die Sprache beispielsweise ein, um eine für den Erzählcharakter zentrale Stelle hervorzuheben:

Sonea machte einen Schritt auf ihn zu und ging auf die Knie. „U’yi’dicikemi aze“, sagte sie mit bebender Stimme, den Blick zu Boden gerichtet.

Marikas behandschuhte Hand fasste grob ihr Kinn und zwang sie zu ihm aufzusehen. „Und weiter?“, fragte er.

Sonea schluckte. Ihn dabei ansehen zu müssen, war beinahe unerträglich.

U’sha’nikemi-seki aze. U’yichise-seki m’aze dishimi.“ (Die zwei Könige, Kapitel 3)

Oder ich verwende es, um eine Unterhaltung auf Sachakanisch einzuleiten und wechsele dann wieder zurück ins Deutsche:

Konamasi“, grüßte Sonea unbeholfen.

„Konamasi, Sonea“, erwiderte Ienara freundlich, die Mädchen murmelten eine Erwiderung.

Moj’ize sha’coloso?

Sonea zuckte die Achseln. „Nicht viel, Meisterin Ienara“, bemühte sie sich auf Sachakanisch zu sagen. (Die zwei Könige, Kapitel 4)

An dieser Stelle tut es mir übrigens leid, dass meine Protagonistin, nachdem ich sie durch die Hölle geschickt habe, auch noch für diese Beispiele herhalten muss. Für die nächsten Beispiele nehme ich Akkarin. Versprochen 😉

Allein durch die Art und Weise, wie ich eine (in diesem Fall fiktive) Fremdsprache einsetze, würde ich es persönlich als schlechten Stil empfinden, die Bedeutung der Wörter im Text zu erklären. Für mich beinhaltet das eine Redundanz, die ich lieber vermeiden möchte. Die Alternative wäre, zu Beginn eines Gesprächs zu schreiben, dass es in einer anderen Sprache stattfindet – und fertig. Doch die Verwendung einer fremden Sprache erfüllt eine Geschichte mit Leben, ganz besonders dann, wenn der Erzählcharakter mit der Sprache nicht vertraut ist und sie vielleicht im Laufe der Geschichte lernt.

Der Einsatz anderer Sprachen in Geschichten ist ein wundervolles Stilmittel und ich bin ein großer Fan von fiktiven Sprachen. Es ist großartig, jemand gefunden zu haben, der eine fiktive Sprache für meine Geschichten erfunden hat, obwohl es ’nur’ Fanfictions sind. (An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Baronesse!)

Und nach diesem kurzen Ausflug in die Hintergründe und Motive, warum ich meine Geschichten auf diese Weise bereichere, komme ich wieder zurück zum eigentlichen Thema.

An mehreren Abenden in dieser Woche habe ich für jeden sachakanischen Satz und jedes einzelne sachakanische Wort in den bisher hochgeladenen Kapiteln von ’Die zwei Könige’ und dem am Dienstag kommenden Kapitel von ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ eine eigene Seite erstellt und die Bedeutung erläutert. Wenn ihr nun auf einen sachakanischen Begriff in diesen Geschichten auf FF.de klickt (sofern er nicht schon mehrfach zuvor aufgetaucht ist), werdet ihr zu der entsprechenden Seite weitergeleitet. Angesichts der technischen Möglichkeiten ist das die beste Lösung, die ich euch bieten kann und die euren Lesefluss nur minimal stört.

Übrigens kommt ihr auf diese Seiten nun auch über das Sachakanisch-Dictionary.

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