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Nach zwei Wochen Unterbrechung habe ich nun endlich wieder die Arbeit an „Das Erbe der schwarzen Magier I“ aufgenommen. Die Unterbrechung kam nicht ganz freiwillig zustande und leider bin ich dadurch aus der Story wieder raus, bevor ich überhaupt richtig eingestiegen war. Allerdings habe ich jetzt zwei Wochen Urlaub und danach ist NaNoWriMo – also genug Zeit, um wieder in die Geschichte reinzukommen.

Diese Unterbrechung war nicht geplant und ärgert mich ziemlich, aber ich war in dieser Zeit nicht untätig und habe einige andere Dinge erledigt. So habe ich sämtliche Kapitel von „Unter tausend schwarzen Sonnen“, die ich bis Anfang Dezember hochladen werde, noch einmal korrigiert und uploadfertig gemacht. Außerdem habe ich mehrere Artikel für diesen Blog und für das Schreibmeer-Magazin vorbereitet, um während des NaNoWriMos auch in dieser Hinsicht möglichst wenig Arbeit zu haben. Die versprochene Reihe über die Schwächen von The Black Magician kommt dann auch nach dem NaNoWriMo.

Der Großteil meiner freien Zeit in den letzten beiden Wochen ging für folgende Dinge drauf:

  1. Mein Geheimprojekt, zu dem ich auf Twitter und Facebook schon hin und wieder etwas unter dem Hashtag #blackmagicchristmas geschrieben hatte. Das Projekt ist nun abgeschlossen und bereit, euch die Weihnachtszeit ein wenig zu verschönern. Falls ihr euch jetzt fragt, wie ihr neben zwei Geschichten dafür Zeit finden sollt: Es ist wirklich nicht zeitaufwändig und ich hoffe sehr, dass ihr ein wenig Freude daran haben werdet. Dieses kleine Projekt hat mich mehr Zeit und Nerven gekostet, als ich gedacht hätte und als es vermutlich den Anschein hat. Allerdings ist diese Art von Projekt auch wieder einmal eine Premiere für mich. Worum es sich dabei handelt, werde ich am 1. Advent, also am 29. November enthüllen.
  2. Das andere, noch viel umfangreichere Thema, war eine Folge meines erneuten Lesens der Bücher. Vor knapp zwei Wochen habe ich The High Lord ausgelesen und bin ein weiteres Mal in das schwarze Loch gefüllt von Leere, Zorn und einem alles beherrschenden Gefühl von Sinnlosigkeit gefallen. Es mag verrückt klingen, doch das Ende des Buches sorgt jedes Mal dafür, dass ich mehrere Tage brauche, um meinen Weg zurück in die Realität zu finden und mich auf mein alternatives Ende zu besinnen. Für das Schreiben an der zweiten Trilogie war das vorübergehend der Todesstoß.
    Weil ich das schon länger geplant hatte, aber nie die Zeit hatte, fand meine Aufarbeitung dieses Mal in Form der ersten 21 Kapitel von „Der Spion“ statt. Das heißt, ich habe den kompletten ersten Teil dieses Bandes noch einmal gelesen und sprachlich und zum Teil auch inhaltlich überarbeitet. Nachdem ich jene Kapitel zuletzt bei ihrer Veröffentlichung vor zwei Jahren angerührt habe, war das bitter nötig. Ich habe eine Menge überflüssiger Wörter und redundanter Sätze gestrichen, Editierfehler behoben (und unter Umständen dabei neue produziert) und ungeschickte Formulierungen umgeschrieben. Teilweise haben die Charaktere gesprochen, wie sie es weder in den Büchern noch im späteren Verlauf meiner Fortsetzung tun.

Das meiste, was ich in den vergangenen anderthalb Wochen überarbeitet habe, ist Kleinkram und fällt wahrscheinlich nicht einmal auf. Einige Dinge möchte ich jedoch hervorheben:

  • In Kapitel 1 sind die Rückblenden strikter zusammengefasst. Wiederholungen habe ich rausgestrichen, wo sie mir aufgefallen sind.
  • Soneas emotionale Situation in den ersten Kapiteln wird nun besser erklärt. Ich halte eine Erklärung für erforderlich, weil sie normalerweise stärker als das ist, hier jedoch zu viele Dinge auf einmal zusammenkommen.
  • In dem Gespräch zwischen Akkarin und Merin in Kapitel 16 geht es nun auch um die Informationen, die die Gilde ein Kapitel zuvor von zwei Händlern erfahren hat. Im Nachhinein kommt es mir unrealistisch vor, dass Merin nichts davon weiß, wenn er zugleich über Garrels Intrige und andere Vorgänge in der Gilde bestens informiert ist.
  • Generell wird bei Merins Entscheidung, die Beziehung von Sonea und Akkarin zu billigen, jetzt deutlicher, dass er dies unter anderem auch tut, weil er unkontrollierbare schwarze Magier in seiner Gilde fürchtet und um die Bedrohung aus Sachaka weiß. Vor allem Ersteres sollte so kurz nach der Schlacht angesichts der Wiederaufnahme der beiden nicht unter den Teppich gekehrt werden.
  • Das Geheimnis um Dem Callene und Lord Sadakane ist nun frei von kleinen Inkonsistenzen, die mir beim Lesen aufgefallen sind. Bel Fiores Rolle in dieser Sache ist nun eindeutiger. Beim erneuten Lesen kam es mir vor, als hätte sie selbst etwas zu verbergen, was so definitiv nicht gedacht war.

Das alles klingt dramatischer als es tatsächlich ist. Es ändert nichts an der Geschichte an sich, sondern rundet sie in ihren Ecken und Kanten ab. Interessant ist das für euch vermutlich nur dann, solltet ihr den Spion noch einmal lesen wollen. Für mich persönlich ist es dagegen sehr wichtig, all diese Kleinigkeiten auszubügeln, weil ich mich unwohl dabei fühle, etwas, das in meinen Augen Mängel aufweist, der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Die ersten Kapitel des Spions sind in meinen Augen ganz besonders fehleranfällig, weil sie vor 5 bis 6 Jahren – also ganz zu Beginn – entstanden. Seitdem hat sich mein Verständnis der Charaktere vertieft und mein Schreibstil weiterentwickelt. Ich bin froh, das getan zu haben, denn es ist wirklich bemerkenswert, was einem nach Jahren noch auffällt.

Die Überarbeitung von Teil 2 und 3 des Spions steht noch aus. Ich hätte gerne damit fortgefahren, aber dann hätte ich nicht mehr genug Zeit gehabt, meine 2. Trilogie für den NaNoWriMo entsprechend weiter vorzubereiten und mich so weit einzuschreiben, dass der November ohne Schreibblockaden verläuft. Daher werde ich frühestens im Dezember damit weitermachen, sobald Teil 3 von „Die zwei Könige“ ein letztes Mal durchkorrigiert ist. Ich hoffe, das gelingt mir ohne mich selbst zu sehr zu verwirren, weil ich dann auch mit der Überarbeitung von „Das Heiligtum von Yukai“ beginnen werde, was im Sommer 2016 online geht.

Momentan besteht das Einschreiben daraus, die Szenen aufzuschreiben, die mir seit Wochen im Kopf herumschwirren. Darunter sind eine erschreckend große Anzahl von Szenen, die ich vermutlich hinterher zensieren muss oder in ein Bonuskapitel stecke. Allerdings muss ich diese erst aus meinem Kopf in ein Textdokument bannen, um frei für den anständigen Teil zu sein. Ich würde euch gerne etwas anderes erzählen, doch es gibt da zwei Charaktere, die für diese Art von Szenen sehr anfällig sind und entschieden haben, es in diesem ‘Band’ auf die Spitze zu treiben. Und allmählich gewinne ich den Eindruck, dass sie das brauchen.

Für drei der mindestens sechs Handlungsstränge fehlt mir noch so ziemlich alles. Meiner Erfahrung nach ergeben diese sich jedoch, wenn ich die übrigen weit genug vorwärtsgetrieben habe. Denn dann weiß ich für gewöhnlich, was mir bei den übrigen Erzählcharakteren fehlt. Außerdem habe ich beschlossen, dass ein bestimmter Nebencharakter das Zeitliche segnen muss. Damit werde ich vermutlich nicht auf viel Gegenliebe stoßen, aber es muss sein. Ich wusste es in dem Moment, in dem ich mich näher mit der Storyline des betreffenden Erzählcharakters befasst habe. Das, was ich mit jenem Charakter in dieser Trilogie vorhabe, wird mir nur dann überzeugend gelingen, wenn diese andere Figur stirbt. Ich würde ja gerne sagen, dass mir das leidtut. Aber das tut es nicht. Also same business as usual 😀

In jedem Fall freue ich mich auf die nächsten anderthalb Monate und auf all die vielen, großartigen Szenen, die ich schreiben werde. Ich freue mich auf das Drama, das der Tod des besagten Nebencharakters auslöst und die damit verbundene Entwicklung des betreffenden Erzählcharakters, das Wiedersehen mit alten Bekannten, epische Streit- und Kampfszenen (zumindest sind sie das in meinem Kopf) und darauf, endlich einmal für längere Zeit wieder ganz auf ein einziges Projekt konzentriert zu sein. Wenn alles wie geplant läuft, werde ich nach dem NaNoWriMo ca. 1/3 von „Das Erbe der schwarzen Magier I“ fertiggestellt haben.

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