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Rückblick auf das Schreibjahr 2017

Wenn ich die Jahre Revue passieren lasse, die ich schon mit glühender Leidenschaft und großen Ambitionen schreibe – also die Jahre seit dem Beginn meiner Fanfiction-Phase in 2009 – dann war 2017 das Jahr mit den größten Entwicklungen. Viele Dinge sind passiert, die mich regelrecht geflasht haben. Nicht alle haben direkt mit dem Schreiben zu tun, haben sich darauf jedoch ausgewirkt oder sind Konsequenzen dessen. Es ist wirklich unglaublich, was passiert, wenn man den Blick über den Tellerrand des eigenen Fandoms hebt. Nicht, dass ich das in den Jahren zuvor nicht auch getan hätte, aber nie zuvor habe ich mich dabei mit Feuereifer so weit aus meiner eigenen Wohlfühlzone bewegt. Irgendwie hatte ich nie die Zeit und den Anreiz dazu. Dieses Jahr ergab das eine das andere, bevor ich überhaupt wusste, wie mir geschah.

Aber der Reihe nach.

Alles begann vor etwa einem Jahr um Weihnachten. Einige erinnern sich vielleicht noch daran, wie ich die Lightbringer-Bücher von Brent Weeks gelesen habe und so begeistert davon war, dass ich mich zwingen musste, die „Königsmörderin“ zu überarbeiten und das Finale zu schreiben. Nicht nur wegen des Hauptcharakters, der Akkarin extreme Konkurrenz macht – die Bücher sind um Welten besser als alles, was ich bis dato gelesen hatte. In gewisser Weise finde ich Lightbringer sogar besser als Sandersons Mistborn, was für sich genommen schon hammer ist. Lightbringer hingegen hat mein Leben verändert. Lightbringer ist mehr als nur eine Buchreihe, die mich so geflasht hat, dass wochenlang alles andere in Bedeutungslosigkeit versank.

Eigentlich stand nach Lightbringer der Re-read von Black Magician an, doch nach The Novice begriff ich, dass es keinen Sinn macht, und griff wieder zu Gavin. Das Schreiben der Endschlacht der „Königmörderin“ lief nebenbei und erstaunlicherweise funktionierte das ziemlich gut. Die Bücher veranlassten mich, das Finale noch ein wenig dramatischer zu machen und auch Lieblingscharaktere nicht zu verschonen. Überhaupt habe ich am Ende der „Königsmörderin“ ordentlich die Sense schwingen lassen. Aber dabei blieb es nicht. Lightbringer war für mich der Anfang von etwas Neuem – etwas, von dem ich noch nicht genau weiß, wohin es führt, was bis jetzt aber ganz wunderbar ist.

Das Highlight des Schreibjahres 2017

Parallel zum Endspurt der „Königsmörderin“ überfielen mich die ersten Ideen für das, was ich auf allen Kanälen nur als „The Project which may not be named“ bezeichne. Und das Ganze sollte bitteschön auch noch auf Englisch sein. Ich weiß bis heute nicht genau, was da passiert ist, nur dass ich mehrere Meetings im Büro mit Brainstorming verbrachte und einer befreundeten Leserin mit meinen Ideen und Zweifeln auf die Nerven ging. Ursprünglich entstand das Projekt, dessen Name nicht genannt werden darf, aus meinem Unmut darüber, wie Gavin in Band 3 und 4 von Lightbringer gequält wird. Und dann war da noch irgendwas mit Trump. Was sich dabei in meinem Kopf manifestierte, hatte jedoch weniger mit einer Fanfiction zu tun, in der Gavins Geschichte nach Blinding Knife einen anderen Verlauf nimmt – so gerne ich das schreiben würde, habe ich einfach nicht das Zeug dazu, das Ergebnis könnte sich niemals mit dem Original messen. Ich würde es eher als Multi-Crossover vieler Fandoms bezeichnen. Es war gerade einmal März. Aber das Projekt wollte so dringend geschrieben werden, dass ich meine Pläne für das Juli-Camp über den Haufen warf. Eine Entscheidung, die mir gegenüber meinen Lesern bis heute weh tut, die für mich persönlich jedoch die richtige war.

Aber zunächst wollte noch die „Königsmörderin“ fertig werden. Während die Story in ihren letzten Zügen lag, sammelte ich fleißig Ideen für die Fortsetzung, die unter dem Arbeitstitel „Das Erbe 2“ läuft, und konnte es kaum erwarten, im Herbst daran zu schreiben. Als die Story endlich fertig war, war Ende Mai. Es hat mich wirklich in den Fingern gejuckt, jetzt schon ein wenig daran zu schreiben. Doch ich wusste nicht, wie viel Zeit ich für die Vorbereitung von „The Project which may not be named“ brauchen würde.

Die Vorbereitung stellte sich als überraschend umfangreich heraus und kostete mich die beiden Wochen, die ich mir Ende Mai / Anfang Juni als Schreib- und Leseurlaub genommen hatte. Zum einen geschah die Vorbereitung auf Englisch (wieso Sachtexte auf Deutsch schreiben, wenn ich sie mitsamt Fachbegriffen auf Englisch brauche?), zum anderen bin ich jeden Tag mindestens dreimal verzweifelt, als ginge es darum, einen höchst komplizierten Zauberwürfel zu lösen. Passte es an einer Stelle endlich, passte es an mindestens zwei anderen Stellen überhaupt nicht mehr. Als hätte ich die Heisenbergsche Unschärferelation der Storykonzeption entdeckt. Vielleicht bin ich von solch multidimensionalen Problemen bis jetzt bei meinen Fanfictions auch einfach nur verschont worden, hat sich Komplexität bisher nur auf die Plotebene beschränkt. Zum Glück konnte ich meine „Autorenprobleme“ mit zwei lieben Menschen diskutieren, was mir zeigte, wo es noch hakte. Die Freundin, die ich über meine Fanfictions vor fast vier Jahren kennengelernt habe, hat sich dabei vor allem im Hinblick auf ihr Studium als Gold wert erwiesen, während mein Herzensmensch mit seiner Logik und seinem unglaublichen Wissen in vielen Bereichen immer gut für eine zweite Meinung und Diskussionen ist. Am Ende meines Urlaubs entschied ich mich, einfach mit Schreiben zu beginnen und zu sehen, wie sich die Ideen in die Story einfügen und ob sie in der Laufzeitumgebung meiner Geschichte funktionieren. Letztendlich ist sowieso das der Punkt, an dem es Zeit für das Finetuning von Dingen wie Storyline, Charakterdesign oder Worldbuilding wird.

Eigentlich ist es normal, dass der Start in ein neues Projekt schwierig ist. Wenn ich noch denke, wie schwer ich mich in den Anfängen des „Spion“ getan habe! Für „The Project which may not be named“ war einiges an Mehraufwand nötig. Ich hatte völlig unterschätzt, wie viel Mehraufwand das wird. Aber ich wäre nicht ich, würde ich die Herausforderung scheuen und bei den kleinsten Schwierigkeiten aufgeben und mein Versagen auf allen Kanälen herausposaunen. Wenn ich etwas wirklich will, dann beiße ich mich durch und zeige den Zweiflern den Stinkefinger. Funktioniert seit 35 Jahren zuverlässig. Tatsächlich wusste ich gar nicht, wie sehr ich etwas wie „The Project which may not be named“ gebraucht habe, bis ich es endlich in die Tat umgesetzt habe. Trotz aller Schwierigkeiten hatte ich schon lange nicht mehr so viel Spaß dabei gehabt, etwas zu erschaffen und mein Physikerwissen einzubringen und zu erweitern. Von dem emotionalen Flash, den mir das Schreiben im Juli beschert hat, einmal ganz zu schweigen. Außer den beiden zuvor erwähnten Menschen und meinem Wunschkollegen hat davon allerdings kaum jemand etwas mitbekommen.

Von allen Dingen, die mir 2017 passiert sind, ist dieses Projekt das Beste. Und das alles nur wegen einer Buchreihe, die alles verändert hat. Gegenüber meinen Lesern mag das ein wenig unfair sein, aber wenn meine anderen Geschichten am Ende davon profitieren, werden sie das auch. Ich dachte immer, dass ich auf mein Fanfiction-Universum stolz wäre. Ich wusste nicht, dass man das noch steigern kann. Ob meine Testleser das auch so sehen, bleibt abzuwarten, aber bis jetzt sind die Reaktionen sehr positiv. In jedem Fall war es für meine persönliche und meine schriftstellerische Entwicklung ein unerwarteter und wichtiger Meilenstein.

Ein Ausgleich? Wer’s glaubt!

Anfang des Jahres hatte ich darüber geschrieben, wie mich meine beiden „Vollzeitjobs“ – der Brotjob und das Schreiben – allmählich auffressen. Zugleich bekam ich kalte Füße und Panik, was sein könnte, wenn ich „Das Erbe der schwarzen Magier“ in ca. vier Jahren fertig habe. Zugegebenermaßen spukten zu dieser Zeit schon relativ fixe Ideen zu dem Projekt, dessen Name nicht genannt werden darf, in meinem Kopf. Darüber wurde mir klar, dass ich einen Ausgleich zu Akkarin und Sonea schaffen muss, wenn ich dann nicht in ein tiefes Loch fallen will. Natürlich sind vier Jahre eine lange Zeit, aber ich fühle mich wohler, wenn sich dieser Ausgleich bis dahin etabliert hat. Außerdem halte ich einen regelmäßigen Wechsel zwischen zwei Projekten für fruchtbar für beide Projekte. Das wurde mir bewusst, als ich im September offiziell mit den Arbeiten an „Das Erbe 2“ begann, nachdem „The Project which may not be named“ überarbeitet an erste willige Testleser ging, um herauszufinden, ob es außerhalb meines Kopfes taugt.

Dass mein Ausgleich darin besteht, dass ich mich derart extrem in ein anderes Projekt stürze, war weder geplant noch erwartet. Mittlerweile muss ich aufpassen, dass ich mich nicht von der Frage stressen lasse, wie ich „Das Erbe der schwarzen Magier“ und das englischsprachige Projekt unter einen Hut bekomme. Was klein anfing, ist regelrecht explodiert und für nächstes Jahr habe ich bereits entsprechend viel Zeit für „The Project which may not be named 2“ eingeplant.

Neue Perspektiven für „Das Erbe der schwarzen Magier“

Nach einem langen Sommer mit einem Hauptcharakter, der als Akkarin-Gavin-Crossover gedacht war, aber am Ende mehr Badassery in sich vereint, als mir je über den Weg gelaufen ist*, fiel es mir schwer, wieder zu den schwarzen Magiern zurückzufinden. Und das nicht wegen der Sprache. Mit einem Mal wirkte das Geplänkel zwischen den Charakteren platt und unkreativ, als würden sie sich nicht weiterentwickeln. Mir wurde klar, dass es einiges an der Story zu tun gibt und ich in die Dynamik der Figuren ganz dringend mehr Neues einbringen muss. Die zweite Trilogie leidet allgemein unter dem Problem, dass sich hier und da Ereignisse wiederholen. Das ist eine Folge der „Bürde der schwarzen Magier“ ist und lässt sich daher nicht komplett vermeiden. Ich kann nicht die großen Konflikte und die Logik unter den Tisch kehren, bloß um jegliche Parallelen zu Trudi Canavans erster Trilogie zu unterbinden. Und wozu auch? Wir leben in einer Zeit, in der es selten offensichtlicher war, wie Geschichte sich wiederholt. An diesem Punkt hat man zwei Möglichkeiten: Man haut genau in dieselbe Kerbe und begeht dieselben Fehler wie einst unsere Vorfahren, oder man zeigt der Welt den Stinkefinger und tut etwas dagegen.

Ähnlich ist es auch mit Geschichten. Nur, dass man hier die alleinige Macht hat. Es liegt an mir, was ich daraus mache, ob ich an dem Problem verzweifle, oder es als Ausgangspunkt für etwas Neues nehme, indem ich es auf den Kopf stelle. Durch das Projekt, dessen Name nicht genannt werden darf, ist mir umso mehr bewusst, dass ich die Charaktere aus ihrem Wohlfühlzonen reißen und neue Dinge wagen muss, wenn ich das erreichen will. Dementsprechend habe ich die Storyline von „Das Erbe 2“ verfeinert. Der ganze Prozess war jedoch relativ schmerzhaft und mit erneuten Zweifeln verbunden, weil ich gut darin bin, mich unter Druck zu setzen. Der Oktober und der November liefen dementsprechend, wie ihr auch in meinem Bericht zum NaNoWriMo nachlesen könnt. Jetzt, wo ein paar Wochen vergangen sind und ich ein wenig Distanz zu „Das Erbe 2“ gewonnen habe, glaube ich, damit auf einem guten Weg zu sein, während im Hinterkopf erste Überlegungen laufen, wie ich das Konzept von Teil 3 auf den Kopf stellen könnte.

Davon abgesehen hat sich der Ausflug zu einem anderen Projekt mit einer anderen Sprache positiv auf meinen Schreibstil ausgewirkt. Diese Erfahrung hat mich so begeistert, dass ich sogar im Schreibmeer darüber geschrieben habe. Ich habe das Gefühl, mich präziser auszudrücken, als ich es zuvor getan habe. Das merke ich gerade auch beim Korrekturlesen der „Königsmörderin“, wo ich bereits zahlreiche überflüssige Erklärungen und Wörter rausgestrichen habe. Auch bin ich bestrebter, die Szenen mehr auf die Handlung zu fokussieren, als ich es bis jetzt getan habe. Hier kollidiere ich allerdings mit dem unterschiedlichen Erzählstil. Wo „The Project which may not be named“ sämtliche Handlungsstränge auf die Story fokussiert, laufen Handlung und die Geschichten der Erzählcharaktere in meinem Fanfiction-Epos bewusst parallel.

Alles super?

Nicht alles war in 2017 toll. Abgesehen von den deutlichen Anzeichen von Überarbeitung, je mehr sich das Jahr seinem Ende zuneigte, konnte „The Project which may not be named“ nicht alle Sorgen und Selbstzweifel unter einer Decke aus Begeisterung ersticken. Auch in diesem Jahr waren meine laufenden Fanfictions Schwankungen unterworfen. „Schwärzer als die Nacht“ hat auch nach 11 Monaten nur halb so viele Leser wie der Vorgänger „Unter tausend schwarzen Sonnen“. Immerhin ist die Reviewfreudigkeit der Leser hier ziemlich hoch, was ein Anlass zur Freude ist. Auch „Das Heiligtum von Yukai“ hat nur halb so viele Leser wie „Die zwei Könige“ und hier ist die Reviewfreudigkeit sehr viel geringer. Nach allem, was ich hier herauslesen kann, scheint die Mehrheit mit der Komplexität der Geschichte überfordert. Neue Leser sind über das Jahr nur sehr, sehr wenige hinzugekommen (gerade mal 13 Autorenfavos), was allerdings daran liegen kann, dass das Interesse an dem Fandom insgesamt abnimmt.

Leider wirft das Fragen auf wie: Wie viele Leser wird die zweite Trilogie dann überhaupt noch haben, wenn es jetzt schon mit jedem Teil weniger wird? Wenn ich jetzt schon mit dem Inhalt hadere, sollte ich es mit Yukai nicht einfach zu einem guten Abschluss bringen und den Rest nach Lust und Laune für mich schreiben? Macht es überhaupt noch Sinn, Specials zu schreiben wie Adventskalender oder Badfics? Dieses Jahr hatte ich insbesondere für Ersteren weder Zeit noch Ideen. Einerseits hilft ein anderes Projekt, Abstand von diesen Gedanken und Tatsachen zu finden. Andererseits würden Zeit und Ideen sich eher ergeben, wenn ich wüsste, dass sich die Leser darüber freuen.

Auch aus den sozialen Medien habe ich mich 2017 etwas zurückgezogen. Oft war ich nur auf Twitter und Facebook unterwegs, um etwas zu posten und habe hier und da ein Like gegeben. Ich merke immer mehr, dass es nicht meine Welt ist und die Menschen dort nicht auf meiner Wellenlänge sind. Zudem frisst es sehr viel Zeit. Immerhin habe ich bei einem Twittertreffen ein paar sehr liebe Gleichgesinnte aus einem anderen Interessenbereich gefunden und hoffe, dass es nicht bei dem einen Treffen bleibt und sich mir darüber neue Möglichkeiten eröffnen.

2017 in Zahlen

Geschätzt habe ich 2017 mindestens 650k Wörter geschrieben. 200k gehen an „The Project which may not be named“ (160k davon im Juli-Camp) und ca. 350k gehen an „Das Erbe 2“ (davon 235k im NaNoWriMo). Den Rest trägt die „Königsmörderin“ bei, allerdings kann ich hier nur schätzen, was die von Februar bis Mai geschriebenen Kapitel gebracht haben.

Projekte-Status:

  • „Der Zorn der Schwarzen Sonnen“ überarbeitet (April-Camp)

  • Die „Königsmörderin“ beendet (Januar bis Mitte Mai)

  • „The Project which may not be named“ vorbereitet (Juni), geschrieben (Juli-Camp) und erste Überarbeitung durchgeführt (August)

  • „Das Erbe 2“ begonnen und die Rohfassung zur Hälfte geschrieben. (September bis November)

  • Korrekturlesen der „Königsmörderin“ angefangen und bereits zur Hälfte abgeschlossen (Dezember)

Nebenbei habe ich insgesamt 17 Bücher gelesen, darunter drei, die ich zweimal gelesen habe (Lightbringer), zwei antike Epen (Odysseus und Gilgamesh) und ein Klassiker (Faust I). Das ist doppelt so viel wie sonst und ich habe das sehr genossen. Für das nächste Jahr sind mehr Fantasy, weitere Klassiker und einige Sachbücher eingeplant.

Meilensteinplanung 2018

Bis Ende Februar gedenke ich, das Korrekturlesen der „Königsmörderin“ zu beenden. Wenn dies in den letzten Zügen liegt, werde ich einen Testleser-Aufruf starten. Anschließend werde ich mich der Überarbeitung von „The Project which may not be named“ sowohl inhaltlich als auch sprachlich widmen. Ich denke nicht, dass der April dazu ausreichen wird. Hier werde ich einen zweiten Testleser-Aufruf starten. Gleich im Anschluss werden die Vorbereitungen für „The Project which may not be named 2“ anlaufen, das im Juli-Camp geschrieben werden soll. Hier geht es vor allem auch um konkretere Überlegungen zum Gesamtkonzept, ohne die ein Weiterschreiben keinen Sinn macht.

Ab Spätsommer werde ich „Das Erbe 2“ wieder rauskramen, das geschriebene überarbeiten und ggf. ergänzen und anschließend die zweite Hälfte der Rohfassung schreiben, was größtenteils im November geschehen wird.

Für euch Leser sind vor allem folgende Termine wichtig:

  • Samstag, 3. März 2018: Start von Teil 3 der Schwarze-Sonnen-Trilogie „Der Zorn der schwarzen Sonnen“

  • Dienstag, 4. September 2018: Start von „Das Erbe der schwarzen Magier I – Die Königsmörderin“

Quo vadis, Sonea?

Mein Versuch, mich ein wenig von den schwarzen Magiern zu lösen, ging unglücklicherweise in zwei Richtungen los. Vielleicht ist auch Lightbringer daran schuld, dass ich die Black Magician Bücher nun viel kritischer betrachte (wobei der Grund, der diese Erkenntnis ausgelöst hat, vermutlich austauschbar ist). Zuerst schleichend, dann immer schneller fand hier ein Abnabelungsprozess statt, der mir neue Welten eröffnet hat. Bis zu Gavin war mein inneres Fangirl monogam veranlagt. In diesem Jahr ist die Liste meiner Fangirlobjekte jedoch stark gewachsen und es fällt mir viel leichter, mich für andere Dinge zu begeistern. Einerseits gut, weil es mich als Autorin weiterbringt und meine Begeisterungsfähigkeit unterstützt, andererseits hat Akkarin damit sein Alleinstellungsmerkmal verloren, was sich auf die Begeisterung für mein Fanfiction-Epos auswirkt. Das hat mit dazu beigetragen, dass ich mich mit „Das Erbe 2“ schwergetan habe. Ich weiß, dass diese Entwicklung jeder Fanfiction-Autor irgendwann durchmacht. Ich hätte mir nur gewünscht, dass es noch ein paar Jahre gedauert hätte.

Ich weiß noch nicht, wohin mich diese Veränderung führen wird. So sehr ich sie begrüße, macht sie mir auch ein wenig Angst. Was, wenn ich die Freude an meinen Fanfictions verliere und die zweite Trilogie niemals fertig wird? Das wäre nicht nur meinen Lesern gegenüber unfair, es würde bedeuten, dass ich nicht in der Lage bin, ein großes Herzensprojekt zu beenden. Ohne jetzt eine Debatte darüber, ob das bei Fanfiction nicht egal ist, vom Zaun zu brechen, täte das meinem schriftstellerischen Selbstbewusstsein nicht gut.

Wenn ich davon spreche, dass diese Entwicklung in beide Richtungen losging, dann erleiden meine Fanfictions einen weiteren Tiefschlag, weil ich dem englischsprachigen Projekt im nächsten Jahr (und wahrscheinlich auch in den darauffolgenden) mehr Zeit zugestehen werde. Momentan habe ich für 2018 für beides jeweils etwa ein halbes Jahr veranschlagt. Was klein anfing, ist eskaliert und hat, wie das bei mir so ist, größenwahnsinnige Züge erhalten. Daher halte ich diese Zeit für gut investiert. Ich hoffe, dass der Wechsel zwischen dem englischsprachigen Projekt und meinen schwarzen Magiern letztendlich dazu beiträgt, meine Freude an Akkarin und Sonea zu erhalten.

Last, but not least möchte ich mich ganz herzlich bei Ben Lesser bedanken, der mich auf Lightbringer angefixt hat. Ich hätte nie gewusst, was ich verpasse.

Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs und meiner Geschichten einen guten Start ins Neue Jahr. Mögen eure Wünsche und Ziele in Erfüllung gehen!


* stellt euch vor, man würde Akkarin, Gavin Guile, John Wick, Snake Plissken, Kelsier und Mephistopheles auf einen Planeten beamen und dabei ginge etwas schief und diese wunderbaren Herren verschmelzen dabei zu einer Person. Dann habt ihr eine ungefähre Vorstellung davon, was mich so viele Monate umgetrieben hat.

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