Die Person hinter Lady Sonea

„Hallo, ich bin die Sonea und ich bin besessen davon, Fanfictions zu The Black Magician zu schreiben, und noch lieber foltere ich Charaktere!“

„Hallo, Sonea!“

Lady Sonea oder auch Sonea von Delvon ist mein Internet-Pseudonym, unter dem ich meine Fanfictions veröffentliche. Ich bin Baujahr 1982, geboren in einer kleinen Stadt im Rheinland. Wenn ich nicht gerade Fanfictions schreibe, gehe ich einer seriösen Tätigkeit nach und entwickele Software. Studiert habe ich jedoch nicht, wie man jetzt annehmen mag, Informatik, sondern habe den Quereinstieg aus der Physik/Astrophysik gewagt, nachdem ich festgestellt habe, dass meine romantische Vorstellung vom Leben eines Wissenschaftlers nicht der Realität entspricht.

Fanfiction-Autorin ~ Baujahr 1982 ~ Akkarin-Fangirl ~ Nerd ~ introvertiert ~ Anonyme Charakterfolterin ~ dark-side-devoted ~ HSP ~ Teetrinkerin ~ Dunkelschwarzhumoristin ~ Katzendomse ~ Handyverweigerin ~ Metal-Heart ~ Schreib-Neurotikerin ~ Frühaufsteherin

Schon als Kind habe ich Fangeschichten in meinem Kopf gesponnen. Seit dem Kindergarten war ich ständig in einen Schauspieler aus einer Fernsehserie verliebt – ich erinnere mich da an Colt Sievers, Buck Rogers, Captain Kirk, Mr. Spock, Han Solo und TV-Kommissar Horst Schimanski. Und ich tat das, was man als Mädchen in dem Alter so tut: Ich stellte mir vor, in der Welt meines jeweiligen Angebeteten zu leben und auf irgendeine Weise mit ihm zusammenzuarbeiten und an seinen Abenteuern teilzuhaben. Und natürlich war ich dabei der grauenhafteste Mary-Sue Selfinsert, den man sich vorstellen kann. Glücklicherweise gab es damals in der Kleinstadt, in der meine Eltern wohnten, noch kein Internet und später auch nur per 56k-Modem und ich hatte nicht die Ausdauer, die wirren Ausgeburten meines (prä-)pubertären Hirns aufzuschreiben, denn das wäre wirklich zum Fremdschämen gewesen. Zudem wechselte das Objekt meiner Begierde alle paar Monate.

Dann wurde ich 16 und meine Fangirlphase nahm ein jähes Ende, weil ich mich als ’zu alt’ empfand.

Ungefähr zur selben Zeit, in der ich aufhörte, ein Fangirl zu sein, fing ich an zu schreiben. Neben einer Geschichte über mich und die anderen Mitglieder in meinem Karateverein (was wahrscheinlich nicht weniger einer Ausgeburt der Hölle war als mein Traum Mr. Spocks Assistentin zu sein, Prinzessin Leia zu ersetzen oder mit einem fluchenden, unangepassten Mann, der inzwischen mein Großvater sein könnte, Mordfälle zu lösen), schrieb ich einen Fantasy-Roman, der von den folgenden Filmen und Büchern inspiriert war: Star Wars, Herr der Ringe, Ronja Räubertochter und Song of the Lioness – und einem Konzeptalbum von Iron Maiden. Nach meiner heutigen Auffassung würde dieses Buch einer gründlichen Überarbeitung bedürfen, tatsächlich habe ich es, seit dem Jahr, in dem die WM in Deutschland war, nicht mehr angefasst.

In den ersten Jahren meines Studiums hatte ich eine heftige MMORPG-Phase mit den Vorgängern von World of Warcraft, wozu ich Geschichten über meinen Charakter und andere Mitspieler schreib. Meine Geschichte ’Der lange Weg ins Dunkel’ zu dem Spiel Die vierte Offenbarung war, wenn ich mich richtig erinnere, im Forum des Spiels sogar recht beliebt.

Meine zweite und post-pubertäre Fangirlphase begann mit dem Lesen von ’The Black Magician’ und dauert bis heute an.

 

Wie alles begann

Es war einmal im Sommer 2009 eine junges, leicht nerdiges Mädchen und eine Fantasy Trilogie namens ’Die Gilde der schwarzen Magier’, die bereits seit einer Weile in ihrem Bücherregal verstaubte.

Dieses Mädchen war ich.

Durch das erste BuchDie Rebellin’ habe ich mich zugegebenermaßen ein wenig durchgequält. Teilweise geriet ich sogar ziemlich mit den Namen der Charaktere durcheinander. An einem sehr heißen Junitag hatte ich einen Termin beim Kieferchirurgen, weil mir zwei Weisheitszähne gezogen wurden. Um irgendwie Herrin meiner Nervosität zu werden, las ich die ’Rebellin’, während ich darauf wartete, dass die Betäubung zu wirken begann und der Arzt endlich kam. Da war ich kurz vor Ende des Buches angekommen und irgendwie begann die Story mich allmählich zu packen.

Zwei Stunden später lag ich total groggy zuhause auf dem Sofa, kühlte meine Wangen mit Kühlpacks und las das Buch weiter. Irgendwann kam ich an die Stelle mit der Gildenversammlung, bei der darüber entschieden wird, ob Rothen oder Fergun der Mentor von Sonea wird. Natürlich war ich absolut gegen den kleinen, schleimigen Fergun und ich war so gespannt darauf, dass er auffliegt. Doch mit ihm kam noch ein anderes Geheimnis ans Licht. Meine Reaktion damals war in ungefähr so: „Wtf – Akkarin ist ein schwarzer Magier?! Geil, ich muss wissen, wie es weitergeht!“ Nicht zu vergessen, dass ich den Hohen Lord bis dahin so gut wie gar nicht wahrgenommen habe. Allerdings kann ich seine Auftritte im ersten Buch leider auch an einer Hand abzählen. Doch hier wurde aus einem unscheinbaren Nebencharakter plötzlich eine Person of Interest.

Da ich ja sowieso zu nichts anderem als Lesen in der Lage war und die Neugier mich gepackt hatte, griff ich also zum zweiten Buch. Dennoch zog es sich mit Unterbrechungen bis Anfang August, bis ichDie Novizin’ ausgelesen hatte. Ich war schließlich nicht den ganzen Sommer krankgeschrieben, sondern musste wieder zu meinem Job (damals noch an einer deutschen Universität) zurück, wo ich in den Mittagspausen las.

Natürlich hielt ich Akkarin lange Zeit für den finsteren Antagonisten, der am Ende von Sonea besiegt werden muss. Doch ab der Hälfte des zweiten Buches kamen mir meine Zweifel. Die Szene, in der er Sonea zu seiner Novizin macht, ist übrigens eine meiner Lieblingsstellen. Schon damals war ich ab da völlig hin und weg von diesem Mann – ja, ich stehe auf Bösewichte und Finsterlinge und diese Stelle ist einfach so typisch akkarin, dass ich einfach nicht anders kann, als ihn dort anzuschmachten – und dachte mir, als Sonea sich ihm widersetzte nur: „Eines Tages wirst du dich in ihn verlieben und dich ihm anschließen.“

Und das tat sie.

Von da an war ich süchtig. Die letzte Hälfte las ich innerhalb weniger Tage und ging nahtlos zum dritten Buch über, für das ich sogar nur ganze fünf Tage brauchte. Ab der Stelle, wo Akkarin und Sonea auffliegen, konnte ich es gar nicht mehr weglegen. Zwei Mittagspausen überzog ich bis zum Feierabend, ich las sogar unter dem Schreibtisch. Mein Professor rannte mehrfach an meinem Büro vorbei, ohne zu bemerken, dass seine Doktorandin etwas anderes trieb, als zu arbeiten. Aber es wäre mir auch egal gewesen. Die Story hatte mich in ihren Bann gezogen. Ich war Sonea und ich liebte Akkarin. In Gedanken war ich mit ihm zusammen.

Doch zugleich mir machte sich auch Furcht in mir breit. Furcht, er könne sterben. Trotzdem konnte ich nicht daran glauben. Schließlich hatte es bei Harry Potter auch geheißen „keiner kann überleben, wenn der andere stirbt“ – und Harry war nicht gestorben.

Und dann kam das Ende.

Liebe Leser, ich kann Euch sagen: Kein Film und kein Buch haben mich jemals so sehr aus der Bahn geworfen, als das Ende vonDie Meisterin’. Nie zuvor und auch niemals danach habe ich mich so betrogen gefühlt und so sehr um eine fiktive Figur getrauert wie um Akkarin. Sein Tod war unnötig. Bei meinem ’ersten Mal’ konnte nicht einmal weinen. Ich war mehrere Tage wie gelähmt, alles Glück und alle Farben waren aus der Welt gewichen, und wollte die Bücher niemals wieder lesen. Eigentlich wollte niemals wieder auch nur irgendein Buch lesen.

Und doch tat ich keine zwei Wochen später genau das.

Seitdem habe ich die Bücher unzählige Male gelesen. Ich bin sehr schnell auf die englische Version ’The Black Magician Trilogy’ umgestiegen, weil die deutsche Version zu viele Übersetzungsfehler hat und vieles wie der Slum Slang verlorengeht. Jedes Mal habe ich um Akkarin geweint. Und jedes Mal hasste ich Trudi Canavan aufs Neue für die seelische Grausamkeit, die sie ihren Lesern mit diesem Ende antat und noch viel öfter kommt dieser Zorn in mir hoch.

Doch in meiner Trauer fand ich auch Stärke. Und Inspiration.

Nur zwei Monate später im Oktober 2009 begann ich mein eigenes Ende von ’The High Lord’ und meine eigene Fortsetzung als Fanfiction zu schreiben. Der Ort, an dem ich damit anfing, war höchst inspirierend: die Atacama-Wüste in Chile, wo ich aus beruflichen Gründen für einige Wochen war. Die Landschaft dort sah genauso aus, wie ich mir die sachakanischen Ödländer vorgestellt hatte. Ein Jahr später war ich noch einmal dort und schrieb erste Ideen für den zweiten Teil meiner Fortsetzung, Die zwei Könige’ auf, der größtenteils in Sachaka spielt.

 

Panoramablick über die Berge bei La Silla, Chile - meine ganz persönlichen Ödländer.

Panoramablick über die Berge bei La Silla, Chile – meine ganz persönlichen Ödländer.

Anfangs war es nur eine grottenschlechte Fanfiction mit sich ooc verhaltenden Charakteren, die einzig das Hauptpairing Sonea/Akkarin enthielt. Ich musste schreiben, um meinen Seelenfrieden zu finden. Akkarin hatte es nicht verdient zu sterben, ich wollte ihm eine zweite Chance geben und sein Leben wieder lebenswert machen. Obwohl mir das gelang und das auf eine verrückte Weise erfüllend war, war mir das bald nicht mehr genug. Was ganz klein mit einer Seifenoper á là ’Gute Novizin – schlechte Novizin’ begann, wurde sehr bald zu einer Art Epos, an dem alle Charaktere aus den Büchern ihren Anteil hatten – außer jenen Charakteren, die abgesehen Akkarin die Endschlacht nicht überlebt hatten. Besonders um Lorlen und Yikmo tat es mir dabei ein wenig leid, aber ich wollte es mir nicht zu einfach machen. Szenarien, in denen alle glücklich sind und sich liebhaben und es von Bienchen und Blümchen nur so wimmelt, sind nicht gerade meins. Zudem hat Osen als Lorlens Nachfolger Potential, mit Akkarin wiederholt aneinanderzugeraten.

Mit der Zeit wurde die Geschichte immer länger und komplexer. Aus einem ’Buch’ mit zwei Teilen wurden rasch zwei, dann drei mit mehreren Erzählcharakteren und Handlungssträngen. Während meines dreijährigen Promotionsstudiums in Astrophysik schrieb ich anderthalb dieser ’Bücher’ in meiner Freizeit. Inzwischen schreibe ich bereits eine zweite Trilogie, die 10-15 Jahre nach meiner ersten spielt. Darüber hinaus schreibe ich an einer Kurzgeschichtensammlung zu den Büchern selbst und an einem Buch mit sachakanischen Märchen. Und es gibt inzwischen auch eine Trilogie über Akkarins Zeit als Sklave und sein Doppelleben als Hoher Lord und schwarzmagischer Dark Knight.

Einen Überblick zu meinen Geschichten findet ihr in diesem Blog unter Lady Soneas Fanfictions und den zugehörigen Unterseiten und auf meinem Profil auf Fanfiktion.de. Da es sich um die Weiterführung von fremden geistigen Eigentums handelt, kann ich sie selbstverständlich nicht an einen Verlag schicken. Ich gebe zu, dass die Vorstellung, damit Geld zu verdienen, seine Reize hat. Doch das ist nicht der Grund, warum ich entschieden habe, meine Geschichten mit anderen zu teilen:

Ich will allen, die sich wie ich von dem Ende von The High Lord’ betrogen fühlen, und die Trudi Canavan dafür vielleicht sogar bis in alle Ewigkeit hassen werden, eine Alternative bieten.

4 Gedanken zu “Die Person hinter Lady Sonea”

  1. Hallo liebe Sonea,
    ich habe dich für den „Liebster Blog Award“ nominiert und würde mich freuen, wenn du meine Fragen beantwortest. 🙂
    Hier der Link zu meinem Beitrag: https://leasbunterblog.wordpress.com/2015/01/26/liebster-award-11-fragen-und-11-antworten/

    Liebe Grüße
    Lea

    Gefällt 1 Person

    • Hallo liebe Lea,

      Wow, ganz herzlichen Dank dafür! 🙂 Mit so etwas habe ich wirklich nicht gerechnet!
      Ich werde ein paar Tage brauchen, um die Fragen in Ruhe zu beantworten und ein paar Blogs zu suchen, die ich selbst nominieren will, und mir Fragen zu überlegen. Aber du wirst erfahren, wenn es soweit ist 🙂

      Liebe Grüße,
      Sonea

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  2. Guten Morgen, liebe Sonea.

    Mir ging es wie dir mit dem Ende. Daher freue ich mich das ich auf deinen Blog gestoßen bin. Ich freue mich ebenso deine fanfictions zu lesen.

    Einen schönen Freitag wünsche ich dir.

    Liebe Grüße

    Susi

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    • Hallo liebe Susi,

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Ich hoffe, dass meine Fanfictions dir über das unsägliche Ende hinweghelfen und deine Erwartungen erfüllen.
      In jedem Fall wünsche ich dir viel Spaß beim Lesen 🙂

      Liebe Grüße und ein sonniges Wochenende,
      Sonea

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